2014 Frankreich Teil Nr. 6

Reise nach Frankreich, zur Loire, Bretagne, Atlantikküste, Pyrenäen,
Mittelmeer, Provence, Tal der Ardèche, Rhone, Schweiz und zurück.
Mai - Juli 2014



Teil 7.: durch Schweiz, zurück nach Penzberg / Fazit

Dienstag, 15.07.2014 Genf - Lausanne
Bei schönem Wetter sind wir in Genf losgefahren, vorbei am Airport waren wir schnell auf der Autobahn. Bei Rolle sind wir auf der Landstraße am Genfer See entlang bis nach Lausanne. Der Campingplatz Vidy liegt direkt am See. Ein Schöner 4-Sterne Platz mit mässigen Sanitäranlagen; hier sind viele Dauercamper.

Nachdem das Wetter so schön habe ich noch 2 Maschinenladungen Wäsche gewaschen. Abends haben wir noch einen kurzen Spaziergang am CIO-Gebäude (kein Schreibfehler, so heisst hier das "Comité International Olympique") vorbei wieder zum WoMo.

Mittwoch, 16.07.2014 Lausanne
Horst ist mit starken Schmerzen im Knie aufgewacht, also ist der Stadtbesuch für heute gelaufen. Am Nachmittag habe ich unter der Markise, bei 30 Grad, die Homepage aktualisiert. Das kostenpflichtige Internet (CHF 5,- für 4 Stunden) ist sehr schnell und so konnte ich auch viele Bilder hochladen. Abendessen gab es im Restaurant am Campingplatz, es war gut und aber teuer, halt typisch Schweiz. 

Donnerstag, 17.07.2014 Lausanne
Das Knie von Horst ist noch immer sehr entzündet, bleiben wir heute wieder unter der Markise bei 30 Grad Hitze. Nachmittag habe ich nochmal im Internet gearbeitet, ansonsten war nichts Besonderes.

Freitag, 18.07.2014 Lausanne
Mittag sind wir mit dem Bus und der Metro in die Stadt zur Cathedrale. Horst ist sehr langsam und sehr vorsichtig aufgetreten und so ging es auch den Berg hoch. Mit der Metro sind wir noch bis Lausanne-Flon gefahren. Hier haben wir uns etwas anderes vorgestellt, ein neuer Stadtteil, aber ohne Flair – steril. Wir sind wieder mit der Metro, die öffentlichen Verkehrsmittel sind hier sehr gut, bis zum Hafen gefahren. Nach einem kurzen Rundgang an der Promenade sind wir mit dem Bus bis zu den Sportplätzen gefahren. Von hier sind wir am See entlang bis zum Campingplatz. Horst hat sich gut gehalten aber jetzt reicht es, das Knie schmerzt trotz Schmerztabletten. Im Kiosk haben wir noch eingekauft und später Abendessen gekocht. Im Restaurant ist die Tage immer abends Live-Musik, die aber um 24 Uhr zu Ende ist, vorher kann man sowieso nicht ins Bett weil es einfach zu heiss ist.

Samstag, 19.07.2014 Lausanne – Waldshut-Tiengen
Um 11:00 Uhr sind wir losgefahren. Die Entsorgung am Stellplatz ist etwas kompliziert, aber es geht noch. Wir waren schnell auf der Autobahn Richtung Bern. Es geht vorbei am Lac de Neuchàtel bis Bern, hier geht es weiter Richtung Basel bis Eiken. Die Landschaft ist überwiegend landwirtschaftlich geprägt, nur ein bisschen Weinanbau bis zum Lac de Neuchàtel. Nun geht es noch über den Rhein bis Waldshut-Tiengen zum Stellplatz am Campingplatz.

Die Temperatur ist zwischenzeitlich auf 34 Grad gestiegen, die Luft steht. Abends gibt es mal wieder ein Rindersteak mit Salat und Rosé. Hier in Deutschland kommt man in den Kaufrausch, bei den von uns gewohnten Preisen. Erst ab 23:30 Uhr konnten wir ins Auto, wegen dieser Hitze.

Sonntag, 20. Juli 2014 Waldshut-Tiengen
Der angekündigte Regen kam wie vorhergesagt um 12 Uhr, Gott sei Dank nicht so kräftig wie angesagt. Wir machen einen Fernsehtag mit Frühschoppen im BR und Formel 1 in Hockenheim – Nico Rosberg steht auf Pole.... und hat dann auch gewonnen.

Zum Mittagessen gab es mal wieder Gemüsenudeln mit grünen Salat. Danach hat Horst für den www.LAIKA-Club-Deutschland.de die Homepage um das anstehende Herbsttreffen in Bad Dürrheim ergänzt und ich habe meine Homepage weiter aktualisiert.

Montag, 21. Juli 2014  Waldshut – Stockach
Das Wetter ist weiterhin unbeständig. Bei der Unterhaltung mit den Nachbarn aus Koblenz haben wir mal wieder viele praktische Tipps erhalten. Die Fahrt nach Stockach ging z. Teil über Land und der Rest noch über die Autobahn. In Stockach sind wir zuerst zu Caramobil, die Messing-Spritzdüse ist seit Apt immer noch im Wasserschlauch bzw. Wassertank.

Der Kundendienstberater hatte einige Tricks auf Lager, aber leider haben wir die Düse nicht herausbekommen. Beim Movera-Shop haben wir noch eine neue Trittstufe gekauft; die alte war mittlerweile sehr wackelig und unsicher.

Im hinteren Teil des Caramobil-Geländes ist ein Stellplatz. Es waren nicht viele Wohnmobile hier, einige parkten aber schon länger. Die Stellplatzgebühr von € 12,-- incl. Strom und Entsorgung muss bei der Rezeption vom Campingplatz bezahlt werden. Die Infrastruktur vom Campingplatz kann benutzt werden, allerdings ist der Weg bei schlechtem Wetter etwas weit.

Der Tipp vom Kundendienstberater, im Bistro vom Möbelhaus Stumpp kann man gut essen, war super. Eine kleine Karte aber sehr gutes Essen.  Im Geschäft haben wir dann auch noch einige Sachen gefunden. Es regnet noch immer teils sehr stark, gut dass wir die Schirme dabei hatten. Heute Abend haben wir mal wieder seit Langem im WoMo geduscht.


Dienstag, 22. Juli 2014 Stockach - Wertheim - Mainstockheim
In der Nacht hat es immer wieder sehr stark geregnet. Um 10 Uhr sind wir losgefahren. Zuerst haben wir noch in Stockach unsere Lebensmittel aufgefüllt. Nun geht es auf die Autobahn A 81 bis Würzburg und von hier nach Wertheim zu Expocamp. In der Zwischenzeit kam nun auch wieder die Sonne raus.

Bei Expocamp haben wir wegen den neuen Rissen in der Duschwanne einen Reparatur-Termin vereinbart.

Im Movera Shop haben wir noch von FIAMMA den Sun Viewer gekauft. Der Stellplatz hier am Expocamp ist ziemlich laut und deshalb fahren wir noch bis nach Mainstockheim zum Stellplatz an der Mainfähre.

Es ist nicht viel los und ein Platz direkt am Mainufer ist unser. Es ist schönes Wetter und so haben wir es uns draußen gemütlich gemacht. Bis zum Abend sind einige Fluss-Kreuzfahrtschiffe und Frachter vorbeigefahren, mehr als wir in Frankreich an der Rhone oder Sàonne gesehen haben.

Mittwoch, 23. Juli 2014  Mainstockheim  -  Aufsess
Nach der Entsorgung am Stellplatz sind wir auf die Autobahn A 3 bis Pommersfelden. Von hier ging es quer über Land bis zur Brauerei Reichold in Hochstahl bei Aufsess. Auf dem kleinen Stellplatz an der Brauerei ist immer was los. Den Nachmittag haben wir unter der Markise im Schatten verbracht, spät abends ist es dann endlich kühler geworden.

Donnerstag, 24. Juli 2014  Aufsess
Vormittag hat sich unser Nachbar an einen anderen Platz hingestellt und später kam ein großer „Bocklet“ 7,5-Tonner. Das Ehepaar ist seit 37 Jahren mit dem Wohnmobil, überwiegend in ganz Amerika, unterwegs. Mittag sind wir mit den Rädern den Brauereienweg gefahren. Gleich bei der ersten Gaststätte haben wir unsere Nachbarn wieder getroffen, sie sind auch mit den Rädern unterwegs und haben ihren Hund dabei.  Nach einer Brotzeit und einem Radler sind wir bis zur Kathi-Bräu weitergefahren. Später kamen die Nachbarn dazu.

Zum Abendessen gab es in der Gaststätte für Horst ein Schäufele (davon hat er seit 3 Tagen gesprochen!!!) und ich bestellte mir einen großen Salat.

Freitag, 25. Juli 2014  Aufsess – Amberg
Nach der Verabschiedung von den Nachbarn sind wir über Pottenstein auf der B 85 nach Amberg. Der Interims-Stellplatz hat keine Entsorgung, also wieder zurück zur ESSO-Tankstelle, Abwasser entsorgt und etwas Frischwasser getankt. Diese Notlösung ist allerdings nicht vorteilhaft. Was wir erfahren haben wird hier schon 2012 ein neuer Stellplatz geplant (oder auch nicht !!!!).

Wir haben an dem ausgewiesenen Stellplatz unser WoMo geparkt. Der Platz ist kostenlos, die Stromsäule frisst für 12 Stunden Strom € 1,--. Wir sind über den Basteisteg in die Altstadt. Es ist wieder sehr heiss und so haben wir erst mal unseren Durst gelöscht. Auf dem Weg durch die engen Gassen haben wir auch noch ein kleines Restaurant gefunden und mit Flammkuchen und Pizzabrot waren wir satt. Am Abend haben wir uns mit unserer Enkelin Alexandra (die wohnt und arbeitet seit Mai hier) im Biergarten beim Winkler-Bräu zum Abendessen getroffen.

Mit der Nachtruhe am Platz sieht es heute schlecht aus. In der Nähe ist ein Fest, bis 23:30 Uhr war die Musik ohrenbetäubend, dann war die Lautstärke normal – man konnte schlafen.

Samstag, 26. Juli 2014  Amberg  -  Penzberg

Schon am Morgen hat die Sonne sich wieder von der besten Seite gezeigt. Nach dem Frühstück haben wir unser WoMo gepackt für die Weiterfahrt nach Bad Abbach. Dort wollen wir noch in die Therme und die Salzgrotte, dass war unser Plan.


Horst hat das WoMo gestartet, aber es fuhr nicht los – keine Gasannahme. Der Nachbar, ein pensionierter Kfz-Meister, hat gleich die Diagnose gestellt, dass der Feinstaubfilter eine Macke hat. Nichts geht!! Horst hat den ADAC angerufen, der gelbe Engel kam auch bald und hat gleich seinen Computer angeschlossen, gleiche Diagnose. Auf den Stellplatz ist noch ein Carthago gekommen, der Fahrer war ein ehemaliger ADAC-Mann und die beiden kannten sich, wie klein doch die Welt ist. Der gelbe Engel (Herr Kern) hat das Womo soweit hergerichtet, das wir im “Notprogramm“ (reduzierte Leistung – ohne Turbo) weiterfahren konnten.

Also haben wir den Plan geändert und sind auf Landstrassen, ja nicht auf die Autobahn, denn Stop-and-Go kann zu neuen Problemen führen, sagte uns der gelbe Engel, nach Hause gefahren.


Ohne Stop ging es zuerst die B 85 bis Schwandorf, weiter an der Naab entlang, (die Gegend ist sehr schön), dann Richtung Ingolstadt, vorher auf die B 300 über Pörnbach, Pfaffenhofen, kurz vor Hohenkammer nach Petershausen, Erdweg, Sulzemoos, Maising, FFB, Gilching, Starnberg, Weilheim nach Penzberg.

Die ganze Strecke war kein Stau, nur in Starnberg kam es kurz zu stocken, ein Auffahrunfall kurz vor der Ampel am Berg.

Für die ganze Strecke mit rund 300 km hat auch der Diesel gereicht, anhalten und Auto abstellen wäre eventuell ein Problem gewesen.


Zuhause haben wir noch einige Sachen ausgeräumt, dann hat es auch schon zu regnen angefangen. So haben wir unsere grosse Reise noch trocken beenden können.   


Am Montag haben wir unser WoMo dann in die FIAT-Werkstatt gebracht - der  Differenzdruckschalter und ein Geber für den Feinstaubfilter waren defekt, weswegen das elektronische System den Motor auf Notprogramm schaltete. Die Werkstatt hat einen Kulanzantrag gestellt, nachdem die Garantie  vor 2 Monaten abgelaufen ist - es geht um  rd. € 300,-.

Frankreich - FAZIT


Unsere Frankreichreise beendeten wir mit „gemischten“ Eindrücken, insbesondere im Rückblick auf unsere erste Frankreichreise (in 2010 ins Elsass, die Normandie und Bretagne), welche allerdings unter dem Zeitdruck des Miet-Wohnmobils stand (3 Wochen, sh.: http://womoheim.eu/1993-2010/reise_frankreich_2010.pdf).


Von den Impressionen entlang der Loire waren wir etwas enttäuscht, aber dies war vielleicht auch wetterbedingt zu sehen. Auf jeden Fall waren die besuchten Schlösser und speziell die Gärten von Villandry schon beeindruckend und unbedingt sehenswert.


An der Atlantikküste bis St. Jean de Luz waren wir wohl zu früh im Jahr unterwegs, wenigsten luden die Wassertemperaturen von 12° - 16° nicht zum Baden ein. Auch konnten wir dort einige Stellen ausmachen, bei denen uns „Wassereinleitungen“ vom Baden abhielten. Trotzdem, der Strand von Biarritz mit seinen mächtigen Wellen – ein Paradies für Surfer aller Art – hat auch mit seiner Architektur und den südländlichen Pflanzen einen nachhaltigen Eindruck bei uns hinterlassen.

Aber die Krönung der Frankreichtour war für uns einhellig die Provence und natürlich das Tal der Ardéche und speziell die Grotte Madeleine. Da sind wir einer Meinung, dort müssen wir nochmal hin.


Ganz anders zu sehen ist die wirtschaftliche Lage und das Preisniveau im Vergleich zu unseren persönlichen Erfahrungen in der Heimat. Frankreich ist bei den Lebensmittel um 10 – 30 % teurer und in der Gastronomie noch um Einiges mehr. Franzosen geben unbedingt mehr Geld fürs Essen aus. Ein Supermarkt wie z. B. Leclerc hat ein riesiges Angebot in allen Varianten von Fleisch und Fisch, nicht zu vergessen Wein – da haben wir ca. 300 (oder noch mehr) verschiedene Rosé-Angebote und auch unzählige Rotweinsorten vorgefunden – unglaublich.

Wohnungen und Autos sind nicht so wichtig und Bekleidung hat fast überall Boutiquen-Niveau. In der Schweiz ist in dieser Hinsicht kein grosser Unterschied zu finden, allerdings ist dort doch mehr Aufwand für Wohnungen und Autos zu beobachten; also Diesel kostet hier SFR 180,- (€ 1,62++) und mehr. Doch ist der Dieselpreis in Frankreich Einiges günstiger als bei uns; wir hatten im Schnitt € 1,26 gezahlt, was natürlich im Vergleich zu unserer letztjährigen Skandinavienreise erheblich billiger war.


Wer in Deutschland über unsere Preise oder Wirtschaftslage meckert, sollte mal nach Frankreich gehen – da kann er vergleichen und könnte in der Freizügigkeit der EU sogar dableiben – macht vermutlich danach aber keiner.


Unser finanzieller Aufwand ist für die Zeit vom 5. Mai bis 20. Juli 2014 war für ausgewählte Kostenblöcke wie folgt gewesen:


€    680,- für Diesel (5.654 km, 539 l, Ø-Preis je l € 1,26; Ø-Verbrauch: 9,53 l /100 km)

€ 1.433,- für Camping-/Stell-Plätze

€    169,- für WLAN/WiFi

€    382,- für Eintrittsgelder/Besichtigungen


Hilfreiche iPhone App’s


ACSI (unbedingt auch den Rabattausweis besorgen – lohnt sich bei vielen Plätzen)

CamperContact

Promobil

Campingplätze

GasTanken

ForeverMap


Link-Liste zu den Homepages der besuchten Campingplätze:  PDF-Datei