Teil-06-Stavanger


Wohnmobilreise nach Skandinavien vom 09.06.201 -11.06.2013

Brusand - Stavanger – Haugesund - Lofthus


Sonntag, 9. Juni 2013, Mondal – Flekkefjord – RV 44 bis Brusand

Heute wird es wieder ein schöner Tag. Nach Entsorgung und Frontscheibenreinigung (wir sehen bald nichts mehr) geht es auf die E39 bis nach Flekkefjord. Schade, Horst hat nicht gehalten um das Städtchen anzusehen; von hier wird die Straße enger.


Wir fahren in die Berge. Viele enge Kehren, überwiegend nur einspurig und einige Tunnels. Es ist nicht so viel Verkehr, aufpassen muss man aber trotzdem, denn jederzeit kann ein Einheimischer um die nächste Ecke kommen. Bis Egersund waren die steilsten Streckenteile. Die RV 44 am Sonntag ist ein Traum, wir hatten sehr schönes Wetter und deshalb war diese Fahrt einfach toll.

Ab hier war die Straße etwas „friedlicher“. Aber immer noch sind wir in den Bergen gewesen. Glatte Felsen und Bergseen; eine wunderschöne Landschaft; die Fahrt hier entlang hat sich wirklich gelohnt, wenn es auch für den Fahrer anstrengend war. Ab Ogna geht es flach weiter bis Brusand zum Campingplatz.

Horst hat in einer Ortschaft einen Fussgängerübergang übersehen (hier sind sehr hohe Buckel) und so ist das Auto zuerst in die Luft und dann wieder runter gefallen. Entsprechend hat es überall gekracht. Im Auto hielt sich zwar alles in Grenzen. Nur in der Garage haben wir am Platz später festgestellt, dass eine Dose Radler kaputt gegangen ist. Also Garage ausräumen, putzen (wird aber noch eine Zeitlang nach Bier stinken) und wieder alles einräumen.

So jetzt aber endlich an den Strand. Es ist ein gutes Stück bis dahin. An der Nordsee angekommen wollten wir am Strand im Wasser entlang gehen. Das haben wir gleich wieder vergessen. So saukalt, gefühlte 5 Grad, sogar am Rand obwohl es doch die ganzen Tage schönes Wetter mit starker Sonnenstrahlung hatte. Den kalten Wind ignorieren wir immer. Durch die Dünen sind wir wieder zurück zum Auto.

Abendessen war draußen, als die Sonne hinter den Bäumen verschwand wurde es sofort kalt. Horst hat alles eingeräumt und wir sind in das warme und windgeschützte Wohnmobil gegangen. Formel 1 ist heute Abend. An den Antennen sieht man viele sitzen vor dem Fernseher.


Campingplatz Sandnes in Mondal: NOK 425 für 2 Tage mit Internet

Campingplatz in Brusand: NOK 250 für 1 Tag

Gefahrene Kilometer: 146



Montag, 10. Juni 2013, Brusand nach Haugesund

Die Duschen am Campingplatz sind bisher die bisher komfortabelsten. Dusche mit Handbrause, Waschbecken, Spiegel und Steckdose für 10 NOK.

Los ging es um 10 Uhr Richtung Stavanger. Auf der Nordseeküstenstraße 44 ging es jetzt sehr flott voran. In Bryne sind wir bei REMA 1000 zum Einkaufen. Wir brauchen mal wieder etwas Fleisch. In Stavanger haben wir zuerst einen Parkplatz am Hafen eingegeben, ist nicht mehr - nur noch Gewerbegelände, also ab zu einem weiteren Parkplatz im Hafen am Ölmuseum.

Vorher haben wir bei der Tourist-Info versucht einen Parkplatz zu finden, ergebnislos. Der Parkautomat war dann noch kaputt, Münzen hatten wir keine. Ein Norweger hatte noch ein Ticket für eine Stunde, dass hat er Horst geschenkt. Also können wir in die Stadt. Horst hat noch einen Banküberfall gemacht und dann sind wir am Kai entlang zurück zum Auto.

Es ist erst 13:30 Uhr. Also fahren wir weiter bis Haugesund (toller Name – wie die Norweger so hinhauen könnnen!!). Durch die Altstadt sind wir wieder auf die E39. Stavanger ist ganz schön groß. Die erste Herausforderung kommt gleich, der Byfjordtunnel; mit 5.860 m ist er nicht der Längste,  aber mit 223 Meter unter dem Meeresspiegel ist er der Tiefste weltweit. Über eine große Brücke geht es weiter auf die nächste Insel Mosteroy. Hier geht die E39 mit der Fähre weiter. In gut 25 Minuten sind wir mit der Fähre in Arsvagen. Die E39 bis Aksdal und dann weiter nach Haugesund zum Campingplatz Haraldshaugen. Der Obelisk steht gleich nebenan.

Am Platz die Möbel ausgepackt und dann mal einen Informationsrundgang gemacht. Zum Abendessen gab es norwegische Fleischpflanzl und Salat – ganz OK. Abends wird es durch den Wind kalt obwohl die Sonne noch scheint.

Das Wetter heute: Sonne, Sonne und Wind. Ab 22 Uhr wird es empfindlich kalt obwohl die Sonne noch scheint und es hell ist.


Campingplatz: Haraldshaugen in Haugesund NOK 180 und NOK 20 Duschen

Gefahrene Kilometer: 146



Dienstag, 11. Juni 2013, Haugesund – Lofthus am Akrarfjorden

Heute sind wir etwas später aufgestanden. Vom Meer her zog ein Nebel bis zum Platz hoch, aber die Sonne kommt schon durch. Die Duschen sind sauber aber spartanisch.

Zuerst haben wir heute eine LPG-Tankstelle gesucht. Horst hatte einen App für das iPhone über iTunes gekauft und damit kann man alle LPG-Tankstellen im Umkreis von 130 km mit Anschriften auflisten - super. Der listet aber auch mal nicht mehr existierende Tankstellen. An der Shell-Tankstelle in Aksdal  sind wir vorbei gefahren, Horst meinte, es muss ja eine Zapfsäule zu sehen sein. Also sind wir weiter auf der E134 Richtung Odda. Die Fahrt in das Tal ist sehr schön. In Olsagen war eine große Shell-Tankstelle. Der App sagte, dass es hier Gas gibt. Horst wollte schon wieder weiter, dann hat er aber endlich einen Luftschlauch an den LKW-Säulen gesehen. Im Hof unten bei der Werkstatt sahen wir dann auch noch einen grossen Gastank mit Zapfstelle; so funktioniert das also hier. Ab in die Tankstelle und gefragt; eine Dame kam mit und hat das Sperrschloß an der Säule aufgesperrt und so konnten wir unsere Tankflasche wieder voll tanken. Ich bin beruhigt, endlich ist wieder das Gas voll.


Durch viele Tunnel, der längste ist der Akrarfjordtunnelen, und mehrere kleinen „Tunnelchen“ sind wir zur Abzweigung nach Odda gekommen. Als Erstes kam jetzt der Langfossen und kurz hinterher der Latefossen. Dieser Doppel-Wasserfall ist wirklich imposant. Wir konnten gerade noch einen Parkplatz finden. Hier sind die Fotografen unterwegs. Ist ja wirklich ein Foto wert.

Dem Fjord entlang sieht man immer wieder mal Wasserfälle. Die RV 11 ist z. T. sehr gut ausgebaut, nur manchmal muss man einen LKW ausweichen, denn die zucken nicht (fahren aber fast immer äusserst Rechts) und brettern volles Rohr weiter. In Odda angekommen sind wir zum Campingplatz. Der hat uns nicht gefallen, ist so hinten in einer „Ecke“ untergebracht und hat fast überall Bäume – kein TV möglich. Nach dem es erst 15 Uhr ist haben wir beschlossen noch bis Lofthus zum Campingplatz zu fahren. Hat sich gelohnt. Der Platz ist zwar am Berg und sehr hügelig aber sehr schön und ruhig. Zuerst wurden noch Fotos vom Wasserfall gemacht, ist zwar weit weg aber doch imposant.


Gefahrene Kilometer: 183




weiter mit Teil 7: Bergen-Hardanger